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27. Dezember 2012 4 27 /12 /Dezember /2012 18:53

Jetzt im Winter ist die beste Jahreszeit sich über ein paar Veränderungen im Garten Gedanken zu machen. Bei einem Tee über Gartenzeitschriften oder Büchern kann man sich gute Anregungen holen. Wie wäre es denn einmal mit einem neuen Staudenbeet? Das Jahr geht zu Ende und man hat noch seine Favoriten vor dem geistigen Auge. Doch bevor es im nächsten Jahr an das Buddeln geht sollte man sich über ein paar Dinge grundlegende Gedanken machen. Zum einen beeinflusst die spätere Pflanzenauswahl natürlich der Standort – ist es sonnig, halbschattig, schattig – handelt es sich um eine geschützte oder sehr offene Lage – wie ist der Boden beschaffen. Dann spielt der eigene Einsatz eine nicht unwesentliche Rolle – also wie viel Zeit kann und will ich investieren. Wenn diese Dinge geklärt sind kann ich an das Strukturieren des Beetes gehen. Die Struktur ist ein wichtiger Grundpfeiler – blühen werden die Pflanzen nur einen begrenzten Zeitraum, aber ihre Blätter und die Wuchsform bestimmen und strukturieren das Beet über lange Zeit. Deshalb sollte man immer für einige Kontraste sorgen um das Beet spannend und interessant wirken zu lassen. Ob das jemanden gelungen ist kann man ganz einfach im Zeitalter der Digitalkameras einmal ausprobieren. Schauen sie sich doch einmal bei von ihnen gemachten Gartenbildern aus Gartenschauen oder botanischen Gärten um und nehmen sich einmal eines heraus was ihnen gefällt. Dann geben sie dieses Bild noch einmal in schwarz/weiß wieder. Finden Sie es immer noch interessant? Dann ist die Pflanzenzusammenstellung sehr gut und man hat lange optische Freude daran. Erscheint ihnen das Bild mit einem mal eher fade dann fehlt es am Kontrast in den Strukturen.

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Diesen Kontrast kann man zum einen schon einmal über die Blattformen und Größen erreichen. Groß – klein, schmal – rund, grob – filigran sind da die Grundkomponenten. Immer noch bei den einzelnen Blättern bleibend schaut man sich einmal die Oberfläche an. Diese reicht von behaart über glatt, von Stumpf bis glänzend oder von grau, hellgrün dunkelgrün, rötlich, gelblich bis hin zu bunt.

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Der nächste Schritt wäre sich über die Wuchsformen einzelner Pflanzen Gedanken zu machen.

Da gibt es ganz flach kriechende aber große Flächen erobernde, kleine kompakte – fast halbkugelige, größere kompakte - nahezu wuchtige, feine filigrane – transparent wirkende, straff aufrechte – wie Säulen und bogig überhängende.

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Mit einer guten Mischung dieser aufgeführten Eigenheiten bekommt man den gewünschten Kontrast in ein Beet. Dasselbe Spiel wie mit dem Laub kann man auch mit den Blüten betreiben. Auch hier ist ein Kontrast spannen. Wenn Kinder eine Blume malen sieht diese meist wie eine Sonnenblume aus. Es gibt aber auch hier Kugel, Glocken, lange Ähren, hängende und aufrechte Blüten und das alles in den unterschiedlichsten Größen. Nachdem man hier vielleicht „seine“ Formen gefunden hat kommt noch die gewünschten Blütenfarben hinzu. Ebenso kann man sich Gedanken über den Duft von Laub und Blüte machen oder ob essbare Pflanzen dabei sein sollen – oder haben sie vielleicht eine Allergie? Mit einer aus diesen Fragen erstellen Liste kann man dann den Gärtner des Vertrauens aufsuchen und der wird einem dann anhand dieser Grunddaten Vorschläge an einzelnen Pflanzen zeigt.

So eine Liste kann dann wie folgt aussehen:

Standort

Volle Sonne

Boden

Schwer dunkel feucht

Arbeitseinsatz

Eher gering - pflegeleicht

Strukturgeber

5 kleinlaubige -2 niedrig 3 hoch

7 großlaubige - 3 niedrig 3 mittel 1 hoch

5 aufrechte Formen – 2 mittel 3 hoch

Schmallaubig – rundlaubig

Gelbgrün, dunkelgrün, matt, glänzend

Lieblingsblütenfarben

Blau, rosa, weiß

Sonderwunsch

Duft, etwas essbares

 

 

 

So vorbereitet kann dann im nächsten Jahr die Pflanzaktion starten und sie in eine abwechslungsreiche Gartenzukunft schauen.

 

Text und Fotos: Sven Kappel

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Published by Büro für Naturetainment
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